Etiketten
Barcode-Etiketten drucken: aus Excel auf A4-Bögen
Inventar erfassen, Lagerplätze beschriften, Artikel auszeichnen: Oft braucht man nicht einen Barcode, sondern hundert – auf Etiketten, die man einfach auf den Bogen druckt. Hier steht, wie aus einer Excel-Liste ein druckfertiges PDF wird und wie der Druck exakt auf den Etiketten landet.
Liste einfügen, Etikettenformat wählen, PDF herunterladen: Der Barcode-Generator erstellt Etikettenbögen direkt im Browser – ohne Software, ohne Upload.
Etiketten erstellenDie Kurzfassung
- Im Barcode-Generator die Codeart wählen (für interne Nummern meist Code 128).
- Unter „Viele Barcodes & Etiketten“ die Liste aus Excel einfügen – oder „Fortlaufend“ nummerieren.
- Etikettenformat wählen, Etiketten-PDF herunterladen.
- Mit 100 % / tatsächlicher Größe drucken, vorher ein Probeblatt.
Die Liste vorbereiten
Am einfachsten ist eine Excel- oder Google-Sheets-Tabelle mit zwei Spalten: links der Code, rechts die Beschriftung, die über dem Barcode stehen soll.
| A: Code | B: Beschriftung |
|---|---|
INV-0001 | Laptop Büro 1 |
INV-0002 | Monitor Büro 1 |
INV-0003 | Drucker Empfang |
Beide Spalten markieren, kopieren und in das Listenfeld einfügen – Excel trennt die Spalten mit einem Tabulator, das erkennt der Generator. Alternativ geht ein Semikolon: INV-0001;Laptop Büro 1.
- Führende Nullen: Die Spalte in Excel als Text formatieren, sonst wird aus
00042eine42. - Fortlaufende Nummern braucht man nicht in Excel vorzubereiten: Im Modus „Fortlaufend“ Startwert (z. B.
INV-0001), Anzahl und Schrittweite eingeben. - Fehlerhafte Zeilen werden mit Zeilennummer angezeigt und beim Export übersprungen.
Etikettenformate
Im Generator sind gängige A4-Formate hinterlegt. Die Bezeichnung steht meist auf der Packung; entscheidend sind Etikettengröße und Anzahl pro Bogen.
| Etikett | Pro Bogen | Beispiel | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| 70 × 37 mm | 24 (3 × 8) | Avery Zweckform 3474 | Allrounder, randlos |
| 63,5 × 38,1 mm | 21 (3 × 7) | Avery L7160 | Artikel, Inventar |
| 63,5 × 33,9 mm | 24 (3 × 8) | Avery L7159 | Artikel, Inventar |
| 99,1 × 38,1 mm | 14 (2 × 7) | Avery L7163 | Lange Codes, GS1-128 |
| 99,1 × 57 mm | 10 (2 × 5) | Avery L7173 | Kartons, Lagerplätze |
| 38,1 × 21,2 mm | 65 (5 × 13) | Avery L7651 | Kleinteile, kurze Codes |
Passt nichts davon, wählst du „Eigenes Format“ und trägst Spalten, Zeilen, Etikettengröße, Ränder und Abstände in Millimetern ein. Die Maße findest du auf der Verpackung oder misst sie mit dem Lineal nach.
Zwei Spalten aus Excel kopieren, einfügen, Format wählen – fertig ist das Etiketten-PDF.
Schritt für Schritt
- Codeart und Größe. Im Barcode-Generator die Codeart wählen. Die Modulbreite bestimmt die Größe; ist der Code zu breit für das Etikett, wird er automatisch verkleinert und der Generator meldet die kleinste Modulbreite.
- Inhalt. Liste einfügen oder fortlaufend nummerieren.
- Format und Optionen. Etikettenformat wählen. „Exemplare je Code“ druckt jeden Code mehrfach; „Beginnen bei Etikett Nr.“ überspringt bereits benutzte Etiketten auf einem angebrochenen Bogen.
- Beschriftung. Mit „Beschriftung über dem Code“ erscheint der Text aus der zweiten Spalte oberhalb des Barcodes.
- Probedruck. Für den ersten Versuch „Etikettenränder mitdrucken“ aktivieren.
- Exportieren. „Etiketten-PDF“ klicken. Alternativ „ZIP (PNG)“ oder „ZIP (SVG)“, wenn die Codes in ein anderes Programm sollen.
Passgenau drucken
- Tatsächliche Größe. Im Druckdialog „Tatsächliche Größe“ bzw. „100 %“ wählen – niemals „An Seite anpassen“. Sonst schrumpft alles um einige Prozent und verrutscht.
- Probeblatt. Erst auf Normalpapier drucken, auf den Etikettenbogen legen und gegen das Licht halten. Passt es, „Etikettenränder mitdrucken“ wieder ausschalten.
- Papierart. Im Druckertreiber „Etiketten“ oder „dickes Papier“ einstellen; Etiketten für Laserdrucker nicht im Tintenstrahldrucker verwenden und umgekehrt.
- Kleiner Versatz? Viele Drucker ziehen leicht schief oder versetzt ein. Bei konstantem Versatz im eigenen Format den oberen bzw. linken Rand um den gemessenen Betrag anpassen.
- Qualität. Für feine Codes (Modulbreite unter 0,3 mm) ist ein Laserdrucker zuverlässiger. Nach dem Druck einmal mit dem Handy oder Scanner testen.
Welche Codeart für Etiketten?
Code 128
Für Inventar, Lagerplätze und interne Nummern mit Buchstaben. Kompakt und von jedem Scanner lesbar. Mehr dazu in der Anleitung zu Code 128.
EAN-13
Für Produkte mit GTIN, etwa als Preisetikett oder für nachträglich ausgezeichnete Ware. Siehe EAN-Code erstellen.
GS1-128
Für Kartons und Paletten mit Charge, MHD oder NVE. Braucht breite Etiketten. Siehe GS1-128 und NVE.
DataMatrix
Wenn kaum Platz ist, etwa auf Proben, Kabeln oder Kleinteilen. Braucht einen 2D-fähigen Scanner (Handykameras können das).
Barcode-Etiketten jetzt erstellen
Liste oder Nummernfolge, gängige A4-Formate oder eigenes Format, Startposition für angebrochene Bögen – kostenlos und ohne Upload.
Häufige Fragen
Ist das Drucken von Barcode-Etiketten kostenlos?
Ja. Der Barcode-Generator erstellt die Etiketten-PDFs kostenlos, ohne Anmeldung, ohne Wasserzeichen und ohne Begrenzung pro Tag.
Kann ich die Codes direkt aus Excel übernehmen?
Ja. Eine oder zwei Spalten (Code und Beschriftung) markieren, kopieren und einfügen – der Tabulator wird als Trennzeichen erkannt.
Welche Etikettenformate werden unterstützt?
Gängige A4-Formate wie 70 × 37, 63,5 × 38,1, 99,1 × 38,1 oder 38,1 × 21,2 mm sowie jedes eigene Format mit Maßen in Millimetern.
Kann ich einen angebrochenen Etikettenbogen weiterverwenden?
Ja. Mit „Beginnen bei Etikett Nr.“ werden die bereits benutzten Etiketten übersprungen.
Warum sind die Etiketten verschoben?
Meist wurde mit „An Seite anpassen“ gedruckt. Mit tatsächlicher Größe (100 %) drucken; bei konstantem Versatz im eigenen Format die Ränder anpassen.
Wie viele Etiketten kann ich auf einmal erstellen?
Bis zu 2.000 Codes pro Durchgang, jeweils auf Wunsch in mehreren Exemplaren.
Quellen
- Barcode Writer in Pure PostScript und bwip-js – die Open-Source-Bibliotheken, mit denen der Generator die Codes zeichnet.
- GS1 General Specifications, GS1 – Regeln zu Symbolgrößen, Ruhezonen und Datenbezeichnern (englisch).