Design

QR-Code mit Logo: so bleibt er lesbar

Ein QR-Code mit Logo und Markenfarben fällt auf und wird eher gescannt als ein schwarz-weißes Pixelmuster. Aber jedes Logo verdeckt einen Teil des Codes. Hier steht, warum das trotzdem funktioniert, wie groß das Logo sein darf und welche Design-Ideen Scanner aus dem Takt bringen.

Logo hochladen, Farben wählen, fertig: Der QR-Code-Generator stellt die Fehlerkorrektur automatisch passend ein und prüft jeden Entwurf im Browser auf Lesbarkeit.

QR-Code mit Logo erstellen

Die Kurzfassung

  1. Inhalt eingeben, im QR-Code-Generator unter „Design“ das Logo hochladen.
  2. Logo-Größe bei 20–25 % lassen, „Fläche hinter dem Logo freilassen“ aktiviert lassen.
  3. Fehlerkorrektur auf Automatisch (wird mit Logo zu H).
  4. Dunkles Muster auf hellem Grund – und speichern, wenn der Check „Gut lesbar“ meldet.

Warum ein Logo den Code nicht zerstört

QR-Codes enthalten neben den eigentlichen Daten zusätzliche Fehlerkorrektur (Reed-Solomon-Codes, wie sie auch auf CDs stecken). Fehlt ein Teil des Musters – durch einen Kratzer, Schmutz oder eben ein Logo –, rekonstruiert der Scanner die Daten aus dieser Reserve. Es gibt vier Stufen:

StufeWiederherstellbar (ca.)Geeignet für
L7 %Sehr viel Inhalt auf kleinem Raum, saubere Umgebung
M15 %Standard ohne Logo, Pflicht beim GiroCode
Q25 %Kleine Logos, raue Umgebung
H30 %QR-Codes mit Logo

Wichtig: Die Prozentzahl ist keine Einladung, 30 % des Codes zu überkleben. Dieselbe Reserve wird auch gebraucht, wenn das Foto unscharf ist, das Papier knittert oder Licht spiegelt. Ein Logo sollte deshalb nur einen kleinen Teil der Reserve aufbrauchen. Mehr Fehlerkorrektur macht den Code außerdem dichter (mehr, kleinere Module).

Schritt für Schritt

  1. Inhalt eingeben. Je kürzer, desto besser: Ein kurzer Link ergibt ein gröberes Muster, das ein Logo leichter verkraftet.
  2. Logo hochladen. Im QR-Code-Generator unter „Design → Logo“. Das Bild bleibt in deinem Browser.
  3. Fläche freilassen. Mit „Fläche hinter dem Logo freilassen“ werden die Module unter dem Logo entfernt und durch eine ruhige Fläche ersetzt. Das sieht sauberer aus und ist für Scanner eindeutiger als ein Logo über dem Muster. „Runde Fläche“ passt zu runden Logos und Signets.
  4. Größe einstellen. Der Regler bestimmt die Breite des Logos relativ zum Code. 20–25 % ist ein guter Startwert.
  5. Farben und Formen. Vorlage wählen oder Muster, Ecken und Farben selbst einstellen – etwa die Ecken in der Markenfarbe.
  6. Check abwarten. Der Code wird bei jeder Änderung im Browser gerendert und zurückgelesen, groß und klein. Erst bei „Gut lesbar“ exportieren.

Logo rein, Vorlage wählen und am grünen Haken sehen, ob der Code noch zuverlässig scannt.

Fünf Regeln für ein lesbares Design

  1. Dunkel auf hell. Viele Scanner erwarten dunkle Module auf hellem Grund. Ein weißes Muster auf schwarzem Hintergrund sieht edel aus, wird aber von einem Teil der Kameras und Apps nicht erkannt. Der Generator warnt bei invertierten Farben.
  2. Kontrast mindestens 4:1. Pastellfarben auf Weiß oder Dunkelblau auf Schwarz sind zu schwach. Bei Verläufen muss auch die hellere der beiden Farben noch deutlich dunkler als der Hintergrund sein.
  3. Ecken frei lassen. Die drei großen Quadrate in den Ecken („Finder Patterns“) sagen dem Scanner, wo und wie schief der Code liegt. Sie dürfen eine andere Form und Farbe haben, aber nie verdeckt werden. Das Logo gehört in die Mitte.
  4. Ruhezone einhalten. Rund um den Code braucht es einen freien Rand von etwa vier Modulen. Text, Bildkanten oder Muster direkt am Code stören die Erkennung.
  5. Nicht übertreiben. Sehr kleine Punkte, Lücken zwischen den Modulen und ein großes Logo summieren sich. Wer viel Gestaltung will, nimmt einen kurzen Inhalt und druckt etwas größer.

Welche Logo-Datei eignet sich?

FormatBewertung
SVGAm besten – bleibt im SVG-Export vektoriell und in jeder Größe scharf.
PNG mit TransparenzSehr gut. Mindestens 500 px breit, damit es auch im Druck scharf bleibt.
JPGGeht, bringt aber einen rechteckigen Hintergrund mit. Mit „Fläche freilassen“ fällt das kaum auf.
Breite SchriftzügeWerden sehr klein. Besser das Bildzeichen (Signet) oder die Initialen verwenden.

Export für Druck und Web

Vor dem Druck einmal echt testen. Der Lesbarkeits-Check simuliert eine Kamera aus Nähe und Entfernung. Ein Testausdruck auf dem Zielmaterial und ein Scan mit zwei, drei verschiedenen Handys sind trotzdem die beste Versicherung – vor allem bei großen Auflagen.

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Häufige Fragen

Kann ich kostenlos einen QR-Code mit Logo erstellen?

Ja. Logo, Farben, Formen, Rahmen und alle Exportformate sind kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Wasserzeichen.

Wie groß darf das Logo sein?

Als Faustregel höchstens 25–30 % der Breite des Codes, also unter 10 % der Fläche – bei Fehlerkorrektur H. Der Lesbarkeits-Check zeigt, ob es im konkreten Fall noch passt.

Welche Fehlerkorrektur brauche ich mit Logo?

Stufe H (ca. 30 %). Der Generator stellt sie automatisch ein, sobald ein Logo hochgeladen wird.

Wird mein Logo hochgeladen?

Nein. Das Bild wird nur in deinem Browser verarbeitet und nicht an einen Server übertragen.

Kann ich die Ecken in einer anderen Farbe gestalten?

Ja. Unter „Eigene Farbe für die Ecken“ lassen sich Rahmen und Kern der drei Eckmarkierungen getrennt einfärben.

Warum wird mein weißer QR-Code auf Schwarz nicht erkannt?

Viele Scanner suchen nach dunklen Modulen auf hellem Grund. Invertierte Codes lesen nicht alle Apps und Kameras – für Druck und Plakate besser dunkel auf hell.

Läuft ein QR-Code mit Logo ab?

Nein. Der Code ist statisch, der Inhalt steckt im Muster selbst. Er funktioniert, solange das Ziel existiert.

Quellen

  1. Error correction feature, DENSO WAVE – Erfinder des QR-Codes (englisch).
  2. ISO/IEC 18004:2015 – QR Code bar code symbology specification, ISO (englisch).
  3. jsQR – der Open-Source-Decoder, mit dem der Lesbarkeits-Check im Browser arbeitet.

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